COVID-19

[Veröffentlicht am 12.04.2020]

Entwicklung in Deutschland

Die folgenden Diagramme zeigen den Verlauf der COVID-19-Pandemie für Deutschland seit dem 22. Januar 2020. Die Daten werden täglich aktualisiert, ggf. auch innerhalb des Tages.

Weiter unten wird die Situation auch in anderen ausgewählten Länder dargestellt.


Abb.1: Gesamtzahl der Infektionen (rot).

Abb.2: Anzahl der täglichen Infektionen (rot).

Abb.3: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Social Distancing

Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Infektion wurde am 18. März die Maßnahme des Social Distancing eingeführt. Schon in den Tagen danach war der exponentielle Anstieg der Fallzahlen unterbunden. Es kam zwar weiterhin zu einem Anstieg der täglichen Infektionen, doch weit unter der vorherigen Entwicklung.

Am 27. März trat bisher mit 6933 Personen die höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Tag auf.

Schon am 24. oder 25. März wäre bei einem ungebremsten exponentiellen Anstieg bereits die Gesamtzahl der Infektionen vom 12. April erreicht worden.


Fazit

Die getroffenen Maßnahmen bedeuten für die Menschen und die Wirtschaft in Deutschland große Einschnitte. Aber es war die einzige Möglichkeit, der Ausbreitung des Virus entgegen zu steuern und Schlimmeres zu verhindern.

Ohne die Maßnahmen wäre das Gesundheitssystem schnell an seine Grenzen gekommen und hätte die Opferzahlen dadurch noch schneller über das Niveau einer "normalen Grippe" ansteigen lassen. Auch die Grippe-Saision 2017/2018 wäre dadurch leicht in den Schatten gestellt worden.

Wie Abbildung 3 zu entnehmen ist, steigt die Zahl der Genesungen bereits über die noch vorhandenen Krankheitsfälle (aktive Fälle). Aufgrund dieser Entwicklung ist mittlerweile eine wohl überlegte Lockerung denkbar. Eine Rückkehr zur Normalität sollte dies aber noch nicht bedeuten.


Andere ausgewählte Länder


Italien

Das folgende Diagramm zeigt die deutlich schlimmere Entwicklung der COVID-19-Krise in Italien seit dem 22. Januar 2020.

Abb.4: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Spanien

Auch in Spanien fiel die Krise deutlich schlimmer aus. Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung seit dem 22. Januar 2020.

Abb.5: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Frankreich

Die Entwicklung der Krise in Frankreich seit dem 22. Januar 2020.

Abb.6: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Schweden

Im Vergleich dazu die Entwicklung in Schweden seit dem 22. Januar 2020. Dort ging man weniger vorsichtig mit der Situation um.

Abb.7: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Großbritannien

Ebenso die Entwicklung in Großbritannien (ohne Übersee-Inseln) seit dem 22. Januar 2020. Auch dort ging man anfangs weniger vorsichtig mit der Krise um.

Abb.8: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Vereinigte Staaten

Die Entwicklung in den USA seit dem 22. Januar 2020 ist Besorgnis erregend. Die anfänglichen Schutzmaßnahmen hatten ihre Wirkung gezeigt, doch durch den darauf folgenden lockeren Umgang mit COVID-19 kam es ab Mitte Juni zu einer zweiten Welle, bei der jeden Tag deutlich mehr neue Fälle auftraten als während der ersten Welle.

Abb.8: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Brasilien

Die Entwicklung in Brasilien seit dem 22. Januar 2020 zeigt, dass das Virus sich erst Mitte März ausbreitete. Bisher nehmen die Krankheitsfälle stets immer schneller zu.

Abb.8: Gesamtzahl der Infektionen (rot), Anzahl der Genesungen (grün), Anzahl der Todesfälle (schwarz), Anzahl der aktiven Fälle (orange).


Datenquelle: JHU/CSSE